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Fragen und Antworten

Bestimmte Fragen tauchen häufiger auf als andere. Hier werden sie bald eine Liste oft gestellter Fragen mit den dazugehörigen Antworten finden.

A - wie Anti-Diskriminierung

Was ist "Diskriminierung"?

Zunächst mal ein Fremdwort. Obwohl das, was damit gemeint ist, täglich in vielen Lebensbereichen geschieht.
Meist werden Menschen zu einer Gruppe zusammengefasst. Dann wird behauptet, dass diese Gruppe dies oder jenes nicht könne oder dass sie besondere Bedürfnisse hätte, die nicht zu den Bedürfnissen der Allgemeinheit passen.

Eine offene, direkte Diskriminierung ist zum Beispiel, wenn ein Gastwirt oder eine Urlaubsquartiersvermieterin sagt: Du darfst hier nicht rein, weil dein Anblick andere Gäste stören könnte. Oder wenn ein Busunternehmen oder die Bahn sagt: Bestimmte Menschen - etwa solche mit dunkler Hautfarbe - dürfen nicht mitfahren, weil sie nicht zu den anderen Fahrgästen passen.

Wodurch werden behinderte Menschen diskriminiert? Und durch wen?

Ganz direkt, wenn ihnen jemand sagt:
Du störst mich oder du passt nicht hier her, weil du behindert bist.

Vor allem aber indirekt:
Wenn behinderte Menschen, die in normalen Häusern wohnen, in normalen Verkehrsmitteln reisen, in normalen Schulen lernen, in normalen Betrieben arbeiten und die normale Freizeitangebote nutzen wollen, nicht von den entsprechenden Normen erfasst werden.
Wenn einfach so geplant, so eingerichtet, so getan wird, als gehörten diese Menschen nicht dazu.
Wenn von den Eigentümern und Geldgebern erklärt wird, dass behinderte Menschen Mehr-Kosten verursachen. Dass das unzumutbar sei oder wirtschaftlich nicht vertretbar oder Arbeitsplätze gefährde oder oder oder ...
Und wenn politisch Verantwortliche dagegen nur moralische Appelle verfassen, statt wirksamer Gesetze - oder die Schultern zucken und auf die vielen schönen "Sonder-Angebote" für behinderte Menschen verweisen.

Wie kann man sich dagegen wehren?

Kurz gesagt: durch Selbstbewusstsein, Solidarität und richtige Anwendung der rechtlichen Möglichkeiten.
Wie das im Einzelnen geht, können Sie zum Beispiel mit unseren BeraterInnen besprechen, die alle selbst behindert oder chronisch krank sind und die sich sowohl fachlich als auch persönlich damit auskennen.

Wo finde ich weitere Informationen und Ansprechpartner?

In unserer Beratungsstelle und in unserem Projekt zum Übergang Schule-Beruf haben wir die aktuellsten Gesetzestexte und einige Fachzeitschriften mit Berichten über aktuelle gerichtliche Verfahrungen und mit Rechts-Tipps.
Wir bieten auch Unterrichtseinheiten und Seminare an, damit zum Beispiel behinderte Jugendliche, ihre LehrerInnen und Eltern ihre Rechte besser kennen und damit umgehen können.
Wenn Sie daran Interesse haben, mailen Sie uns kurz oder rufen uns an -> siehe Unterseite "Kontakt & Anfahrt".

Ähnliche Angebote machen auch andere Selbsthilfegruppen und Vereine.

Empfehlungen für andere Webseiten und für Broschüren:

Aussagen zum AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) und was Behindertenorganisationen dazu sagen, in gut verständlicher Sprache, in einer sechsseitigen Broschüre der Behindertenbeauftragten der Bundesregierung. Hier der Link zum Herunterladen als PDF-Datei:
www.behindertenbeauftragte.de/pdfs/1173346982_pdf.pdf

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (angesiedelt beim Bundesfamilienministerium) beantwortet mündliche oder schriftliche Anfragen zum AGG und Beschwerden. Hier der Link:
http://www.www.antidiskriminierungsstelle.de

Vom Musterkrüppelchen zum Staatsbürger ... Ein Vortrag der (behinderten) Wissenschaftlerin und Bürgerrechtlerin Prof. Theresia Degener aus dem Jahr 2000. Über UN-Rahmenbedingungen und das US-amerikanische Antidiskriminierungsgesetz. Immer noch aktuell und sehr anregend! - Hier der Link zum Vortrag:
http://www.netzwerk-artikel-3.de/wsite/referat.htm