BZSL-Logo

      Sie befinden sich: -> Startseite -> Das Letzte


-

Das "Letzte", im April 2009

Irreführende Werbung aus rtv-Magazin zum -Persönlichen Budget- mit brav lächelndem Rollstuhlfahrer

April, April !

Wenn es doch nur am ersten dieses Monats so wäre. Aber nein - der Anschiss lauert ständig und überall. Fast wöchentlich erscheinen solche Anzeigen in der Fernsehprogramm-Beilage "rtv" und in den Videotext-"Nachrichten" der privaten Fernsehsender.

Was passiert, wenn Sie dort anrufen oder ein Fax anfordern: Erstens, Sie bekommen weder Geld noch Informationen wie Sie als Behinderter mal eben so an Zwölftausend Euro rankommen.
Zweitens: Sie sehen an Ihrer nächsten Telefonrechnung, dass dieser "Spaß" eine Menge Geld gekostet hat, und zwar Ihr Geld! Drittens, Sie werden danach weitere unseriöse Werbeanrufe und Werbefaxe bekommen.
Und viertens: Viele Nichtbehinderte, die so was lesen, bekommen den Eindruck, na - den Behinderten geht´s eigentlich (zu) gut ...

Wahr ist: Wenn Sie behindert sind oder - wie es im Gesetz heißt - von Behinderung bedroht sind, und wenn Sie deshalb Hilfe brauchen (zum Beispiel Einzelfallhelfer, Assistenz oder einen Fahrdienst), dann können Sie einen Hilfe-Antrag stellen. Zum Beispiel beim Sozialamt.

Dann wird geprüft, ob Ihnen diese Hilfe zusteht und wenn ja, wieviel davon. Dann wird geprüft, ob Sie die Hilfekosten oder einen Teil davon selber tragen müssen.

Das war schon immer so und hat sich mit Einführung des "Persönlichen Budgets" nicht geändert. Neu ist, dass Sie nun selbst die Verantwortung dafür übernehmen können, sich diese Hilfe zu besorgen. Sie müssen nicht mehr den Hilfeanbieter nehmen, den das Amt vorschreibt, sondern können sich selber welche suchen und Leistungen einkaufen.

Das dafür notwendige Geld wird "Persönliches Budget" genannt. Es ist also kein zusätzliches Geld, und Sie können es auch nicht für irgend etwas ganz anderes ausgeben.

Es gibt noch einiges mehr zu bedenken. Aber die Vorteile für Sie könnten diesen Aufwand lohnen.

Wenn Sie darüber mit erfahrenen BeraterInnen sprechen wollen, dann wählen Sie entweder die Nummer unserer Beratungsstelle: 030 - 44 05 44 24.
Montag und Donnerstag 10.30 - 12.30 Uhr sowie Montag bis Donnerstag 14 - 17 Uhr.

Oder die Nummer des bundesweiten Beratungstelefons unseres Dachverbandes ISL: 0180 - 221 66 21.
Montag bis Freitag,10 - 20 Uhr.

Beide Nummern zum Ortstarif, bei längeren Gesprächen rufen wir auch gern zurück - garantiert werbefrei.






Das aller "Letzte": Bitte auf die Jahreszahl klicken

- 2008
- 2007
- 2006