BZSL-Logo

      Sie befinden sich: -> Startseite -> Kalenderblatt -> Kalenderblatt Archiv 2006


-

Kalenderblatt vom 12. Juni 2006

Ein Teddybär mit FußballtrikotMy Baby Baby Balla Balla ...

hieß Mitte der sechziger Jahre ein Hit, dessen gesamter Text aus einer schier unendlichen Wiederholung des zweiten Teils der Titelzeile bestand. Balla-balla-balla-balla ... Klang ein bisschen wie verrückt, hieß aber ganz einfach "tanze, tanze!" Italienisch für Anfänger sozusagen.

Wenn jenes Lied heute erklänge, wüsste wohl jeder: na klar - das ist die FIFA-Hymne!

Ein bisschen verrückt sind auch manche Fan-Artikel. Das merken die Fans jedoch frühestens nach dem letzten Abpfiff. Einen fast übernatürlichen Realitätssinn bewiesen die Hersteller jenes Fußball-Bären (siehe Foto). Genau genommen müsste der Bär natürlich kein deutsches, sondern ein österreichisches Trikot tragen. Doch wer will das so genau wissen.

Falls Sie genug von Fußball oder auch von Bemerkungen dazu haben - hier unser Versprechen: Auf keiner der rund 55 Unterseiten unserer Webseite werden Sie noch ein Wörtchen oder Bildchen darüber finden.
Schauen Sie sich ganz entspannt um.



Kalenderblatt vom 15. Mai 2006

Eine Windmühle - Fotografiert von Linde BönningKomm lieber Mai und mache...

die Bäume grün, die Wiesen bunt, die Lüfte sonnenwarm und duftig. Was zeitgemäß ist, kommt wie von selbst und setzt sich mühelos durch. Ach ja, das könnte uns so passen. Nicht nur im Frühling und nicht nur in der Natur..
Einigen Leuten passt das nicht. Wer die "kobinet-Nachrichten" liest, erfährt fast täglich von kundenfeindlichen Entscheidungen und Personalabbau bei der Bahn, vom Verweigern ambulanter Hilfen bei der Eingliederungshilfe, vom Bau neuer Sondereinrichtungen und so weiter. Politik von vorgestern, begründet mit dem angeblichen Geldmangel von heute.
In Berlin wird beim "Mobilcab" (ehemals Telebus) gespart. Jeder Eurocent wird dreimal umgedreht, ehe er der Mobilität von Menschen dienen darf, die hochgradig mobilitätsbehindert sind. Was geschieht nun, wenn eine junge Frau, in deren Behindertenausweis sämtliche Merkmale dafür stehen, die außerdem Rollstuhlfahrerin und sehbehindert ist und Pflegestufe 2 hat, ihren Antrag auf Nutzung des Sonderfahrdienstes stellt?
Sie bekommt die Erlaubnis und die nötige Chipkarte, soweit so gut. Doch dann bekommt sie noch eine Vorladung zur Untersuchung vom Amtsarzt, weil all die vorhandenen Papiere angeblich nicht ausreichen, um die Mobilcab-Berechtigung auch in ihren Ausweis einzutragen. Auf Nachfrage beim Arzt erfährt sie, dass dessen Praxis nicht mal eine Rollitoilette hat. Auf Nachfrage beim für die Eintragung zuständigen Versorgungsamt erfährt sie, dass die Aktenlage ja eigentlich ausreichen dürfte, aber alle Anträge gingen nun mal "automatisch" vom Amt zum Amtsarzt, da könne man gar nichts machen ...

Was Sie - als Leser/in dieses Kalenderblattes - jetzt machen können?

Zum Beispiel, mal schätzen, was das Drehen dieser bürokratischen Windmühlenflügel kostet und auf wessen Kosten das geht.
Oder die wunderschöne alte Windmühle auf dem Kalenderblatt-Foto anschauen, dabei an Don Quichote denken und ein wenig seufzen.
Oder Sie lesen, wie es mit dieser wahren und ganz aktuellen Geschichte weiter geht. Nicht von selbst, versteht sich. Aber wir können ja auch anders.




Kalenderblatt vom 27.März 2006

Ursula Marquardt im E-Rolli mit TransparentLeben ist da, wo wir auch hin können !

Mit diesem Plakat war Uschi Marquardt schon Anfang der neunziger Jahre auf Achse, um gegen Kürzungen von Sozialhilfeleistungen zu protestieren. Heute, sagt sie, ist das so aktuell wie nie.
"Weil es wieder neue Sparvorlagen für Sozialämter gibt. Behinderten Menschen wird 'empfohlen', sich selbst in ein billiges Heim einzuweisen, wenn das Leben mit Assistenz zu Hause 'zu teuer' wird. Aber das muss sich niemand gefallen lassen."
Zurzeit berät Uschi Marquardt einen jungen Mann aus Sachsen-Anhalt, dem eine solche Heimeinweisung droht.
Uschi ist eine von vier ehrenamtlichen Beraterinnen des BZSL. Sie ist regelmäßig mittwochnachmittags zu sprechen - am Telefon oder direkt in unserer Beratungsstelle.