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Kalenderblatt vom 14. September 2008

Auf einer Theaterbühne: Prinzessin im Rollstuhl, vor ihr macht ein Mann im Matrosenanzug Liegestütze.

"Ich liebe Liebe-Stützen ..."

sagt die Prinzessin. Und dann nimmt sie den Prinzen, der sich auf offener Bühne vor ihr abmüht, doch nicht. Ebenso nicht wie die anderen Bewerber: "Ich würde Euch ja alle nehmen - wär ´ es denn meinem Vater recht." Die Szene wechselt. Nun umgarnen, umtänzeln, umgurren mehrere Prinzessinnen einen Prinzen. "Ich würde Euch ja alle nehmen - wär´ es denn meiner Mutter recht."

Wunderbares Theater. Gespielt von Schauspielerinnen und Schauspielern, die sich auch im normalen Leben oft wie tänzelnd fortbewegen oder im Rollstuhl manchmal auch recht einsam thronen. Und von einigen nichtbehinderten AkteurInnen, die sich genauso mit Leib und Seele einbringen, nicht aus der Bühnen-Rolle fallen in die Helfer- oder Eltern-Rolle, die sie sonst ausfüllen.

Niemand wird vorgeführt. Ich staune und bin begeistert wie das hier zusammengeht: Die aus Alltagsbegegnungen bekannten körperlichen und sprachlichen Auffälligkeiten von Menschen mit spastischen Behinderungen werden von ihnen so souverän und gekonnt eingesetzt, dass sie die Dramatik oder den hintergründigen Humor eines Bühnenstückes auf überraschende Weise hervorheben und sich zugleich untrennbar damit verbinden.

Eine klasse Aufführung. So gesehen auf der 50-Jahr-Feier der Berliner Spastikerhilfe e.V. Im Publikum lächelnde und manchmal nickende Väter und Mütter behinderter "Kinder". Glückwunsch dafür - und dafür!

"Fünf kurze Spiele über die Liebe", nach Garcia Lorca. "Godot lässt grüßen", nach Samuel Beckett. Ab November "Yvonne, Prinzessin von Tempel-Hof". Mehr zum Programm, Aufführungsorten und Terminen des Theaterensembles der Berliner Spastikerhilfe e.V. unter www.spastikerhilfe.de/042.html und www.sisyphos.info/theater.de

Weitere Theaterangebote von und mit SchauspielerInnen mit Behinderung in Berlin:
www.thikwa.de Fidicinstrasse 40, 10965 Berlin (Kreuzberg)
www.theater-rambazamba.org Knaackstr. 95, 10435 Berlin (Prenzlauer Berg)



Kalenderblatt vom 22. August 2008

Bild-Text: Brustbild mit schwarzem T-Shirt, darauf die Schrift - Früher habe ich mich vor der Arbeit gedrückt… Heute könnte ich stundenlang zuschauen

Die letzten Ferientage …

in Berlin und Brandenburg sind angebrochen!
Wer sich noch ausruhen kann, der tue es.

Im BZSL beginnt die Vorbereitungswoche unseres SLL-Projektes für das neue Schuljahr.

SLL ist die Abkürzung für „Selbstbestimmt Leben Lernen für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene“.

Pfeil Mehr darüber finden Sie in unserem Bereich Schule - Beruf



Kalenderblatt vom 3. Juli 2008

Schülerpraktikant Markus hinter Schreibtisch mit Bildschirm (Schriftzug: Schülerpraktikum) "Markus, unser Schülerpraktikant"

Wir haben zwei Praktikumsplätze eingerichtet, auf denen Schüler und Schülerinnen oder junge Erwachsene in der Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit /Beratung mehrwöchige Praktika absolvieren können.

Auch Markus hat sich für ein Praktikum beim BZSL e.V. entschieden. Er wird bald seine Schule verlassen und erfährt nun während seines schulischen Betriebspraktikums, welche Aufgaben es im Verwaltungsbereich gibt, wie sich der Arbeitsalltag bei uns gestaltet, welche Regeln dabei beachtet werden müssen und was gute Teamarbeit und Kommunikation zum Betriebsklima beitragen können.
Dabei steht ihm ein offenes und kompetentes Team mit Rat und Tat zur Seite.

Vor allem will Markus etwas über sich selbst herausfinden - Was er gerne macht und wie er sich in der Zukunft beruflich selbstverwirklichen kann, welche Richtung er gerne einschlagen würde und wie er sich besser mit anderen Menschen unterhalten kann.

Sicher ist, mit dem PC kann er schon sehr gut umgehen, was ihn auf seinem persönlichen Weg voran bringt und ihm auch viel Freude bereitet.



Kalenderblatt vom 22. April 2008

Messe: Miteinander Leben Berlin (Reha, Pflege, Mobilität) vom 25.- 27. April 2008"Miteinander leben" ... Miteinander reden!

Zumindest zum Letzteren laden wir Sie herzlich in die Halle 23, Stand B16 ein.

Wir bieten vor Ort eine Erstberatung an zum Thema: Schule aus – was dann?
Täglich von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr blättern wir gemeinsam mit Ihnen auf unserer Homepage mit vielen interessanten Unterseiten zum Schwerpunkt Übergang Schule – Beruf und wir präsentieren Livemitschnitte und Fotos von der Messe.

Sollten Sie einen Praktikumsplatz suchen, wir bieten einen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und einen im Verwaltungsbereich an.

Wir haben uns mit Schulklassen aus zwei Berliner Schulen zu gemeinsamen thematischen Rundgängen zu den Themen Wohnen, Mobilität und Praktikum verabredet.

Wollten Sie schon immer wissen, wie Leben und/oder Arbeiten mit Assistenz funktioniert?
Persönliches Budget, kommt das auch für mich infrage?
Fragen Sie uns alles rund um die Frage aller Fragen: Selbstbestimmt Leben mit Behinderung: geht denn das?

Wir finden gemeinsam mit Ihnen eine Antwort!

Ein freundliches, engagiertes und professionelles Team freut sich auf Ihren Besuch.

Pfeil Mehr dazu unter Schule - Beruf



Kalenderblatt vom 20. März 2008

Aus Marzipan gekneteter Osterhase im Rollstuhl. Original und Foto von Linde BönningTraurige Western

Zieh. Na los doch zieh, du Feigling. Das Blut weicht aus dem Kopf, der Magen krampft, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. War das wirklich so gemeint? - Also schneller werden, kaltblütiger, nicht lange fackeln. Als es hart auf hart kam, wählten die braven Bürger nicht den gerechtesten Schützen zum Sheriff, sondern den schnellsten. Und der bestimmt seit dem was recht ist.

Hundert Jahre später äußert sich einer seiner Nachfahren "sehr besorgt" über die "ernsthafte Bedrohung" in einer fernen, aber ölhaltigen Gegend. Das hörst du in den Morgen-News, greifst ohne zu Zögern zum Zündschlüssel und flitzt gewitzt zur Tankstelle. Doch bevor du die Zapfpistole ziehen kannst - er war wieder schneller.
Traurige Western...
Ich wünsche uns das Gegenteil!



Kalenderblatt vom 10. März 2008

Eine neue Draisine auf alten SchienenAlle Räder stehen still

Die Berliner Busfahrer streiken, die U-Bahn, die Straßenbahn, fast hätten ab Montag auch noch alle S-Bahnräder still gestanden. Man stelle sich vor: Dreieinhalb Millionen Menschen müssen zur Arbeit, haben einen Termin im Jobcenter oder beim Zahnarzt, wollen in Kindergärten, Schulen, zum Einkaufen, ins Kino oder abends zur Chorprobe ... nichts rollt. Fußgänger verstopfen die Wege der Radfahrer und umgekehrt, Autos bleiben stehen weil die Batterie vom Hupen leer ist, da geht ja nun gar nichts mehr.

Am Mittwoch kam die Drohung, zwei Tage blieb sie und wuchs. Am Sonnabend hieß es, man wolle sich zusammen setzen, um das Problem schnell zu lösen, am Sonntag Abend hieß es: Problem gelöst.

Ging das nun schnell oder langsam? Wie man´s nimmt. Der BVG-Streik läuft ja "unbefristet" weiter, das könnte immerhin noch bis Ostern dauern oder so ...

Und dann? Für RollstuhlfahrerInnen ist es noch lange nicht vorbei. Sie müssen an allen Bushaltestellen warten, wenn im ankommenden Bus schon ein Fahrgast mit Rollstuhl sitzt. Selbst wenn noch ausreichend Platz für zwei, drei weitere ist, sie dürfen nicht mit, weil eine EU-Richtlinie das angeblich verbietet. Das ist zwar Unsinn, das hat inzwischen selbst der Bundesverkehrsminister bestätigt. Doch wie heißt hier die schnelle Lösung? Man wolle "schon" Mitte April eine deutsche Verordnung, die falsch ist, so ändern, dass die Mitnahme mehrerer Fahrgäste mit Rollstuhl wieder "möglich" ist. Das wären bloß noch anderthalb Monate und hat dann insgesamt ein Jahr gedauert oder so ... Respekt!



Kalenderblatt vom 29. Februar 2008

Ausschnitt aus einem Taschenkalenderblatt mit dem Datum: Freitag 29. FebruarIch schenk Dir was

Heute hat Laura Geburtstag. Sie wird 28 und sieht viel jünger aus. "Das sagen alle", meint Laura cool, "aber kein Wunder, ich habe am 29.Februar Geburtstag, also eigentlich bin ich erst sieben." Dann wäre sie ganz schön frühreif, denn was sie in der kurzen Zeit, die sie bei uns jetzt arbeitet, schon erledigt hat, war stets eine reife Leistung: Arbeitsassistenz für mehrere unserer schwerbehinderten MitarbeiterInnen; Computer, Drucker und Telefone auf Vordermann bringen ... Selbst das Aufräumen alter und neuer Arbeitspapiere geht mit ihr zusammen viel schneller als allein. Danke! Wir hoffen, Du bleibst länger.

Alle vier Jahre ein zusätzlicher Tag. So was könnte ich jeden Monat brauchen. Aber diesen einen hier werde ich voll nutzen. Zum Beispiel, um mein nächstes Vortragsmanuskript zu kürzen. Wofür noch, will ich gar nicht alles aufschreiben, denn das kostet nur wieder Zeit.

Auf jeden Fall erscheinen heute noch neue Infos auf dieser Webseite. Bitte klicken Sie die mal durch, unter "Neuigkeiten", rechts auf der Startseite.
Keine Zeit dafür? Ach was - geschenkt.