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Das BZSL entstand mitten in der "Wendezeit". Im Frühjahr 1990 fanden sich mehrere behinderte Menschen
im ehemaligen Ost-Berlin zusammen, um sich gegenseitig zu stärken, zu beraten, und um ihre Erfahrungen
und Kräfte auch mit anderen zu teilen. Bald kamen engagierte MitstreiterInnen aus dem ehemaligen
West-Berlin hinzu.
Eine nicht mehr vermietbare Altbauwohnung mit kaputter Heizung im damals noch ziemlich
heruntergekommenen Stadtbezirk Prenzlauer Berg war billig zu haben. Nach kurzer Zeit öffnete hier die
erste Beratungsstelle für behinderte Menschen in Berlin, die nach dem "Peer-Counseling-Prinzip"
arbeitet: Betroffene beraten Betroffene - kompetent, solidarisch und ermutigend zu selbstbestimmter
Lebensführung.
Alle arbeiteten ehrenamtlich und finanzierten die notwendigen Sachausgaben aus eigenen
Mitgliedsbeiträgen. Später gelang es, mit Zuschüssen vom Arbeitsamt und mit Projektgeldern die
Angebote zu erweitern und zugleich Arbeitsplätze für schwer-behinderte MitarbeiterInnen zu schaffen.
Inzwischen engagieren sich im Verein Menschen im Alter von Mitte 20 bis Mitte 50. Mit unterschiedlichen Behinderungen, Fähigkeiten und Tempera-menten, berufstätig oder berentet, in Partnerschaft lebend oder (noch) solo, mit Assistenz oder ohne.
Alle bringen ihre Erfahrungen ein. Und weil die zum Teil schon weiter zurück reichen, beginnt "unsere Geschichte" nicht erst mit der Vereinsgründung.